L9: Resilienz der litoralen Lebensgemeinschaften des Bodensees: Auswirkungen von Neozoen, Trophie- und Klimaänderung

Die Reoligotrophierung, der Anstieg der Wassertemperatur und die Einwanderung neuer Arten zählen zu den wichtigsten Umweltveränderungen am Bodensee der letzten Jahre. Die Auswirkungen dieser Umweltveränderungen sind im Litoral am stärksten ausgeprägt. Dennoch konzentrierten sich viele Studien in ihren Untersuchungen bisher auf das pelagische System. Wie das litorale Ökosystem auf diese Veränderungen reagiert ist somit wenig verstanden und unzureichend erforscht.

In diesem Projekt werden die Auswirkungen von Reoligotrophierung, Neozoen-Invasion und globaler Erwärmung auf litorale Fisch- und Makrozoobenthos-Lebensgemeinschaften im Bodensee untersucht. Wir untersuchen die Dynamiken von Neozoenbesiedlung, Veränderungen von Ernährungs- und Gröβenspektren dominanter Arten und ganzer Lebensgemeinschaften, sowie Räuber-Beute-Beziehungen zwischen Makroinvertebraten und Fischarten des Litorals.

Dafür werden bestehende Langzeitdatensätze analysiert. Darüber hinaus werden Daten mittels Isotopenanalyse erhoben, um Veränderungen in der Ernährungsweise von Makroinvertebraten und Fischen untersuchen zu können.

Projektteam

Universität Konstanz, FB Biologie – Limnologisches Institut, Deutschland

   Prof. Dr. Karl-Otto Rothhaupt – Projektleitung

   PD Dr. Dietmar Straile – Ko-Projektleitung

   M.Sc. Maike Sabel – Doktorandin

In Zusammenarbeit mit

   Probeentnahme durch HYDRA Büro Konstanz, Deutschland

Im Bodensee vorkommende gebietsfremde Arten:
Bild 1:
  Zebramuschel
Bild 2: Dreistachliger Stichling
Bild 3: Quagga Muschel

Mit Unterstützung von

Interreg Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein/
EFRE – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung

IGKB – Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee

Freistaat Bayern

DFG – Deutsche Forschungsgemeinschaft

Universität Konstanz

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