P4: Rekonstruktion des Genoms des ausgestorbenen Kilch und Charakterisierung der genetischen Grundlagen der Anpassung an den Lebensraum Profundal

Ziel des Projektes ist, das Erbgut des ausgestorbenen Kilch und anderer Bodensee-Felchen zu charakterisieren, um zu untersuchen was die Wiederansiedlung der Felchen in ihrem ursprünglichen Lebensraum Profundal (Tiefenzone) im Bodensee verzögert. Hierzu nutzen wir eine historische Sammlung von Fischschuppen, die bis ins Jahr 1929 zurückgeht und uns erlaubt das Erbgut bereits ausgestorbener Felchenarten und Populationen im Detail zu untersuchen. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich Entstehung und Verlust der endemischen Fischdiversität der tiefen Alpenrandseen, sowie ein besseres Verständnis der genetischen Grundlagen von Artenvielfalt und spezifischer Anpassung, und der ökologischen Artunterschiede ermöglichen neue Einsichten in das Anpassungspotenzial der noch überlebenden Felchen im Bodensee, sowie bezüglich der Wiederherstellung einer ursprünglichen Biodiversität.

Projektteam

   Dr. Philine Feulner – Projektleitung

   Prof. Dr. Ole Seehausen – Ko-Projektleitung

   M.Sc. David Frei – Doktorand

Bild 1: Felchenschuppe
Bild 2: Felchenarten von denen Schuppenproben untersucht werden:
a) Coregonus arenicolus,
b) C. macrophthalmus,
c) C. gutturosus (ausgestorben, Bild eines konservierten Individuums),
d) C. wartmanni
Bild 3: Felchen, Aquarium Vierwaldstättersee

Mit Unterstützung von

Interreg Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein/
EFRE – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung

Bundesamt für Umwelt (BAFU)

Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag)

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